Bodybuilding

Bodybuilding ist aktiv an der Gestaltung des Körpers beteiligt. Hiebei soll in erster Linie die Muskelmasse trainiert werden. Dieses wird durch Krafttraining erreicht und es werden zahlreiche Fitnessgeräte zu Hilfe genommen. Jeder Mensch, der sich dem Sport verschreibt, wird allgemein als Bodybuilder angesehen. Der Sport selbst wird als Kraftsport angesehen, jedoch geht es hierbei hauptsächlich um die Modifikation des eigenen Körpers und die Kraft ist nur zweitrangig. Beide Geschlechter widmen sich diesem Sport und auch Wettbewerbe gibt es für Männer als auch für Frauen.

Bodybuilding

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Bei Wettbewerben ist auch eine Jury zugegen und eine Präsentation des Körpers findet statt. Die Jury ist für die Punktevergabe zuständig und es werden Kriterien wie Muskelaufbau oder der Körperfettanteil bewertet. Bodybuilder halten eine spezielle Diät und es gibt dazu auch eine Spezialernährung. Diese ist auf die Bedürfnisse der Körperfettanteilsenkung abgestimmt. Die Vorbereitung solcher Wettbewerbe schließt auch verschiedene Öle oder auch die Körperbräunung mit ein.

Etymologie des Namens

Das Wort selbst ist eine Kreation von Robert J. Roberts, welche bereits 1881 verwendet wurde. Dieser war ein Mitarbeiter des Bostoner YMCA und er war auch ein Erfinder eines speziellen Turnunterrichts. Dieses war damals dem heutigen Fitnesstraining schon sehr ähnlich.

Trainingseinheiten

Es handelt sich hierbei um ein Krafttraining, welches zum Ziel hat, den Körper ästhetisch umzuformen. Bodybuilder gewinnen hier automatisch an Kraft, das jedoch als Randerscheinung angesehen wird. Hanteln spielen hier eine wesentliche Rolle, wie auch geeignete Maschinen für das Training. Eine Anzahl an Wiederholungen von bis zu zwölf Ausführungen ist hier wesentlich. Die Wiederholungen können auch meist zwischen acht und zwölf liegen. Wird ein Maximalkrafttraining angewendet, sind die Wiederholungen weniger und liegen von einer bis zu fünf Ausführungen. Für die Kapillarisierung des Muskeltonus werden 15 oder bis zu 25 Wiederholungen verwendet.

Das Training ist zumeist konzentrischer Natur und dabei wird die Muskulatur mit einer gleichbleibenden Kraft belastet. Es gibt hierbei Maschinen, wobei die Kraft beim Angriffspunkt derart geführt wird, sodass in der Bewegungsphase eine gleichbleibende Belastung besteht. Hier kommt dann ein Exzenter oder ein Kurvenrad zum Einsatz. Es gibt auch andere Trainingseinheiten, wo es Minderungen oder Erhöhungen an Wiederholungsabläufen gibt. Hier ist zum Beispiel der "100er-Satz" ein Begriff. Das Tempo wird bei einer Minderung gedrosselt, wie es beispielsweise beim Absenken im Bankdrücken vorkommt, wobei dies kontrolliert ausgeführt wird. Die Regenerationsphase ist nach einem Training von äußerster Wichtigkeit. Daher wird im Bodybuilding-Sport auch oft ein sogenanntes Splittraining absolviert. Dieses findet einmal in der Woche statt und jedesmal kommt dabei das Training von anderen Muskulaturgruppen zum Einsatz.

Gewichte Bodybuilding

Gewichte Bodybuilding

Die Ernährung

Im Bodybuilding spricht man von der Massephase und der Definitionsphase. Bei allen zwei Phasen werden zahlreiche Nährstoffe zugeführt, die über den ganzen Tag aufgeteilt werden. Es erfolgt eine gezielte Einnahme der Nährstoffe und dies kann von vier bis zehn Mahlzeiten reichen. Die gezielte Nährstoffaufnahme ist nötig, um den Muskulaturaufbau sowie dessen Erhalt zu gewährleisten. So kann ein aufbauendes, ein anaboles Umfeld, aktuell gehalten werden. Sehr wichtig beim Bodybuilding ist eine große Eiweißzufuhr. Es gibt eine Faustregel, die besagt: jeder Bodybuilder sollte am Tag 1,5 bis 2 g Eiweiß je Kilo der Körpermasse einnehmen. Diese Eiweißzufuhr kann jedoch anhand unterschiedlicher Trainingseinheiten variieren. Die Zufuhr von Kohlehydraten sowie Fetten ist dem jeweiligen Stoffwechseltypus des Bodybuilders angepasst. Der anabole Zustand soll auch in der Nacht gehalten werden und darum essen die Sportler vor dem Schlafengehen noch Eiweiß, welches langsam verdaut wird. Hierdurch werden wichtige Aminosäuren auch nachts zugeführt.

Die Nährstoffzufuhr ist sehr gross und daher nehmen viele Sportler auch Nahrungsergänzungsmittel ein. Diese gibt es zumeist in Tabletten- Kapsel- oder auch Pulverform. Diese gibt es allesamt legal zu kaufen, dies ist jedoch von Land zu Land verschieden. Die Sportmedizin empfiehlt Nahrungsergänzungsmittel aber nur für den Hochleistungssport.

Der Missbrauch, also illegale Mittel, ist im Bodybuilding jedoch sehr hoch. Diese Mittel kommen aus der Pharmazie und fallen oft unter den Bereich Doping. In der Massephase gilt es, mit Kalorienüberschuss den Muskeltonus aufzubauen. Dabei soll das Körperfett niedrig gehalten werden. In der Definitionsphase wird das Körperfett reduziert und die Muskeln sollen in den Vordergrund treten. Die Muskelmasse soll dabei erhalten bleiben, soweit es möglich ist. Proteine, Fette sowie Kohlenhydrate werden in der Ernährung angepasst und in der anabolen Diät gilt das Augenmerk den Fetten, Proteinen und die Kohlenhydrate werden gedrosselt. Dabei soll eine Ketose erreicht werden und zahlreiche Bodybuilder verwenden diese Form, um Gewicht zu verlieren. Ein Sojaeiweiß wie Tofu oder das Weizeneiweiß Seitan ist bei Bodybuildern sehr populär.

Bodybuilding

Geschichtliches

Eugen Sandow legte den Grundstein für modernes Bodybuilding. 1901 organisierte er einen ersten Wettbewerb, der in London stattfand. Dieser Sport war lange von Männern dominiert und erst in den 1970er Jahren begannen Frauen, sich dafür zu interessieren. Das Interesse begann in den USA und dabei wurden Gesundheit sowie Schönheit des Körpers vordergründlich angesehen. Es gibt dabei auch ungesunde Aspekte mit Hormonsubstanzen.

Bodybuilding - Leistungssport

Hier sind Begriffe wie Ausdauer, Kraft sowie auch Koordination der Grundgedanke. Die Präsentation tritt eher in den Hintergrund beim Kerngedanken. Die Verdienstmöglichkeiten des Bodybuildings im Leistungssport sind eher dürftig. Weltweit gesehen finden 17 wichtige Wettbewerbe statt. Im Jahr 2011 kam dabei ein Gesamtgewinn an Preisgeldern von circa 1,3 Millionen Euro zum Tragen. Bodybuilder bevorzugen es daher, Fitnesscenter zu gründen. Aber auch Sponsorenverträge oder Shops, die Nahrungsergänzungsmittel anbieten, sind beliebter.

Wettbewerbaufbau

In Wettbewerben wird der Körper zur Schau gestellt. Dabei gibt es verschiedene Größen- und Gewichtsklassen. Die Geschlechter sind hierbei getrennt, wie auch das Alter. Es gibt Bewerbe für Profis, wie auch für Amateure und die Kleidung besteht aus einem Posingslip. Frauen tragen bei den Wettbewerben einen Bikini.

Bodybuilding Show

Die Klasseneinteilung

Hier gibt es Regularien vom IFBB sowie des DBFV. Auch das Gewicht des Sportlers folgt einer Einteilung: bis zu 70 Kilo - Männer 1, bis zu 80 Kilo - Männer 2, bis zu 90 Kilo - Männer 3, bis zu 100 Kilo - Männer 4, bis über 100 Kilo - Männer 5.

Der IFBB ist ein Weltverband und nur dieser bestimmt über Mr. Olympia, der ein Wettkampf für Bodybuilder mit internationalem Format ist. Mr. Olympia ist der Titel der höchsten Liga und Auszeichnung und ist Profis vorbehalten.

Kriterien für die Wertung

Eine Jury nimmt die Wertung für Muskulatur, Symmetrie sowie Proportionen vor.

Die Muskulosität: Dabei wird die Masse, die Dichte, die Härte sowie die Teilung der Muskeln bewertet. Dabei soll die Muskelmasse sowie deren Verbindung mit der Definition in Harmonie stehen. Eine Muskelgruppe soll von einer anderen deutlich abgegrenzt zu sehen sein. Die Vaskularität ist kein Bewertungskriterium, jedoch sehen dies Kampfrichter als optimale Härte. Sieht man die Venen deutlich, lässt dies auf einen niedrigen Körperfettanteil schließen.

Die Symmetrie: Beide Körperhälften sollen eine Entwicklung aufzeigen, die gleichmäßig ist. Die Interpretation "Ästhetik" ist hierbei nicht richtig.

Die Proportionen: Die Muskelgruppen sollen gleichmäßig entwickelt sein.

Die PräsentationDie Präsentation gilt nicht als Wertungskriterium. Jedoch kann ein Sportler hier ein gutes Posen darstellen. Somit kann er einzelne Schwächen ausgleichen. Die Kür ist ein Kriterium, ist aber nur bei Punktegleichstand zu werten. Das freie Posen wird als Posedown deklariert und die Finalisten treten gegeneinander an. Dieses wird jedoch nicht bewertet und das Schlussposen stellt einen Höhepunkt dar. Alle Sieger der einzelnen Klassen kämpfen hier um den Sieg.

Die Ästhetik: Diese fällt nicht unter die Wertungskriterien, jedoch sind schöne Muskelgruppen, breite Schultern sowie schmale Hüften gerne gesehen. In dieser Kategorie kommt die Genetik zum Tragen und die Punkte sind hier nicht beeinflusbar

Das Classic Bodybuilding

In den 1990er Jahren wurde eine weitere Fitnesskategorie eingeführt. Dies sollte Männern mit Mischbodys eine Chance einräumen, an Competitions teilzunehmen. Das klassische Bodybuilding kämpfte damals mit Teilnehmereinbussen. Dabei wurden Männerfigurklassen einbezogen. Im Jahre 1995 kam es zu einer ersten Veranstaltung namens "Night of the Champions". Sie fand in Köln statt und die Deutsche Meisterschaft wurde 1996 organisiert. Das Figurbodybuilding fand in Gotha statt und die NABBA war der Veranstalter. Im Figurbodybuilding gibt es Kategorien wie Fitness oder Leistund sowie andere. Dazu kommt es im Vorfeld zu einer Art Sichtung der Sportler. Der DBFB gibt im Classic Bodybuilding ein Verhältnis der Körpergröße zum Gewicht vor.



Die Einteilung

In regionalen sowie nationalen Bewerbsmeisterschaften gibt es eine Einteilung, die einer Körperindexformel folgt. Sie lautet: Die Körpergröße minus 100 ergibt das Wettkampfgewicht: bis zur Größe 170,0 cm: Körpergröße − 100, bis zur Größe 170,1 cm bis 178,0 cm: Körpergröße − 100 + 2 Kilo, bis zur Größe 178,1 cm bis 186,0 cm : Körpergröße − 100 + 4 kg, über einer Größe von 186,0 cm: Körpergröße − 100 + 6 kg.

Ein Beispiel: Bei einer Größe von 174 cm lautet die Formel: 174 − 100 + 2 Kilo ergibt ein Maximum von 76 Kilogramm. Ein Sportler von 174 cm Größe darf also ein Gewicht von 76 Kilogramm nicht überschreiten.

Bei dieser Einteilung eröffnen sich neue Möglichkeiten für die Sportler. Ein Kriterium für die Masse steht somit nicht mehr an erster Stelle und die Chancengleichheit vergrößert sich.

Der Titel Mr. Olympia

Die Sportart war kurz Teil der World Games, aber das Komitee IOC anerkannte die Teilnahme an den Olympischen Spielen nicht. Die Auszeichnung Mr. Olympia kann demnach als Pendant gesehen werden, was das Prestige betrifft. Der IFBB veranstaltet den Wettbewerb als Profimeisterschaft. Lee Haney sowie Ronnie Coleman gelten als Rekordtitelträger, wobei beide Amerikaner sind. Beide fuhren acht Siege bei diesem Wettbewerb ein. Dennis Wolf gilt als der erfolgreichste Deutsche im Bodybuilding. Günther Schlierkamp sowie Markus Rühl, Ronny Rockel und Dennis Wolf sind die populärsten deutschen Profis. Philo Heath trägt zur Zeit den Titel Mr. Olympia. Ralf Möller sowie Peter Hensel sind in Deutschland am bekanntesten. In den 80er Jahren fuhren die beide internationale und nationale Titel ein. Auch in der Hall of Fames sind beide vertreten.

Bekannte Bodybuilder

Arnold Schwarzenegger ist Österreicher und eine lebende Legende im Bodybuilding. Er war gleich sieben Mal Mr. Olympia und glänzte auch mit Erfolgen abseits der Bodybuilding-Szene. Er wurde einem breiten Publikum im Filmbusiness bekannt und war Gouverneur Kaliforniens. In Hollywood waren auch andere Bodybuilder wie Steve Reeves, Ralf Möller sowie Lou Ferrigno erfolgreich tätig.

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Bodybuilding sowie Gesundheit

Im Bodybuilding verletzt man sich so gesehen selten. Der Dopingmissbrauch ist im Bodybuilding jedoch ein ernstes Thema. Auch Amateure verwenden hier Mittel in missbräuchlicher Weise, was zu Gesundheitsrisiken führen kann und auch die Medien immer wieder bewerten.

Dopingmissbrauch

Die Mittel fördern den Muskelzuwachs und sind im Profi- sowie im Amateurbereich weit verbreitet. Rezeptpflichtige Medikamente sind sehr häufig, aber auch anabole Steroide sowie Hormonpräparate. Hier kommt vor allem Testosteron zum Einsatz. Auch Diuretika, Entwässerungsmittel, werden häufig eingenommen. Der Schwarzmarkt bietet diese Mittel in großem Umfang an und die Mittel werden von Sportlern monatelang ohne Kontrollen eingenommen. Die Dosierungen sind meist sehr hoch und die Nebenwirkungen der Stoffe sind oft enorm. Bei Steroid- sowie Hormonpräparaten sind die Nebenwirkungen oft drastisch, was die Körperchemie angeht. Steroide werden auch "Roids" gerufen und diese schädigen innere Organe oft schwer. Die Veränderungen bleiben oft jahrelang ohne Konsequenzen. Die krankhaften Symptome treten jedoch oft aus heiterem Himmel zutage. So ist ein Herzinfarkt nicht selten in diesem Sport. Auch jüngere Sportler können davon betroffen sein und die Todesfälle sind auch dokumentiert. Bodybuilder, die an Wettkämpfen teilnehmen, haben ein deutlich höheres Herzinfarktrisiko als der normale Mensch.

Doping

Sogenanntes Natural Bodybuilding

In den 1990er Jahren entwickelte sich das Natural Bodybuilding, welche den Dopingmissbrauch aufgriff. Die Sportler verzichten dabei auf Chemie, welche die Leistung steigert. Ein ursprüngliches Training soll hier im Vordergrund stehen. Dopingmittel werden zur Gänze abgelehnt und Berend Breitenstein ist hier führend für diese Strömung. Er ist Bodybuildier und Buchautor und im Jahr 2003 war er der Gründer von German Natural Bodybuildung & Fitness Federation. Es besteht eine Kooperation mit Drug Free Athletes Coalition, welche international agiert. In Europa sind hier International Natural Bodybuilding Association, International Natural Bodybuilding Fitness Federation sowie die Union Internationale de Bodybuilding Naturel zu nennen.

Häufigkeit von Doping

Im Profibereich liegt der Missbrauch bei etwa 100 Prozent. Hier herrscht ein Niveau, welches nicht auf Steroide verzichten kann. Luitpold Kistler ist ein Dopingforscher und dieser recherchierte, dass Bodybuilder im Leistunssport eine Summe von 5000 Euro monatlich ausgeben. Im Profibereich kommt es oft zum Anschein, dass keine Dopingmittel gebraucht werden. Andreas Münzer, ein Profi, verstarb wegen schwerem Dopingmissbrauch. Dieser wurde jedoch so vermarktet, als ob er keien Mittel nehmen würde. Es gibt eine Studie aus dem Jahr 1998, wo Amateure interviewt wurden. In Fitnessstudios wurden 255 Leute befragt. Dabei kam heraus, dass es einen Anteil von 24 Prozent Männder und 8 Prozent Frauen gibt, die immer Steroide einnehmen. Kistler deckte auch auf, dass Amateure in Deutschland bei circa 30 Prozent Männern und fünf Prozent Frauen liegen, die Steroide zur Regelmäßigkeit machen.

Warum werden Dopingmittel genommen?

Es gibt Anlagen der Genetik, wodurch die Muskelzunahme begrenzt ist. Einmal kommt die Zeit, da stösst ein Sportler im Bodybuilding auf seine Grenzen. Beim natürlichen Limit ist die Körperform noch relativ weit weg vom Profiaussehen eines Bodybuilders. Mit Doping wird diese natürliche Barriere überwunden und somit entsteht ein weiteres Muskelwachstum. Es ist auch nicht allzu schwer, an diese Mittel zu gelangen. In den meisten Fitnessstudios werden sie so nebenbei verkauft oder die Steroide werden online verkauft.

Im Bodybuilding-Sport herrscht außerdem die Ansicht, dass hier jeder Doping betreibt. Die Muskelmasse steigt durch Doping innerhalb von Monaten enorm. Der Körper verändert sich dadurch enorm. Wenn diese Mittel aber nicht mehr eingenommen werden, reduziert sich die Muskelmasse auch wieder. Leute, die nichts vom Bodybuilding wissen, reagieren nach Absetzen dann mit Sätzen wie: "Du siehst aber sehr dünn aus". Der Sportler kann dadurch in Abhängigkeit abrutschen, was auch die Psyche dann betreffen kann. Besonders Jugendliche fallen hier leicht in eine Abhängigkeit hinein. In Amerika wurde dazu eine Studie gemacht, die aufweist, dass es bei Konsumenten von Anabolika zu fast identischen Symptomen wie bei Drogenabhängigen kommt. Neben dem veränderten Körper kann es auch zu Wesensveränderungen, wie Aggressivität, kommen.

Doping in der Gesellschaft

In den Medien werden Diskussionen, Doping betreffend, oft sensationslüstern geführt. Doping wird anscheinend regelrecht gefördert, was alle Lebensbereiche betrifft. Im Bodybuilding-Sport ist es jedoch sehr signifikant sichtbar. So gesehen, wird die Finanzbranche gedopt mit Zertifikaten und in der Agrarindustrie herrscht quasi Doping mit Gentechnik sowie Chemie. Auf die Politik bezogen, kann gesagt werden, dass hier Doping mit weiteren Schulden herrscht. Leider geben Eltern ihren Kindern oft Ritalin, was auch Doping beinhaltet.

Diese Menschen müssen erfolgreiche Leistungen vollbringen und betäuben sich daher, um bei diesem Wettbewerb Stand zu halten. Auch im Bodybuilding muss man von einem immer weiter wachsendem Idealbild des Körpers wegkommen. Diese Art "kapitalistischer Utopie" sollte man nicht auf seinen eigenen Körper übertragen. Jeder, der zu Dopingmitteln greift, egal ob in der Politik, im Finanzmarkt oder im Bereich des Körperkults, ist in Gefahr, sich in finanzielle sowie psychische Abhängigkeit zu begeben. Dies ist ein falscher Weg und gehört abgestellt, besagt eine Diskussionsstudie.

Häufige Nebenwirkungen von Doping

Dazu gibt es Beispiele: die Hoden schrumpfen, bei Männern wachsen die Brüste - weithin als Gynäkomastie bekannt, Impotenz, Schädigung der Leber und Nieren - hier sind Lebertumore häufig und es kommt auch Organ- sowie Multiorganversagen vor, was bis zum Tod reicht; Probleme mit dem Herzen - der Herzmuskel wird dauerhaft geschädigt oder auch Herzinfarkt, Veränderung der Psyche im negativen Sinne, der Cholesterinspiegel verändert sich negativ oder ein Schlaganfall!

Tödliche Risiken bei Doping

Steroide, Hormonpräparate und Diuretika können schwere Nebenwirkungen erzeugen. Bereits sechs Monate nach deren Konsum können sich gravierende Schädigungen zeigen. Diese sind nicht mehr zu reparieren und können das Leben bedrohen. Es können Organprobleme, Herz- sowie Kreislaufprobleme auftreten. Das Herz kann sich vergrößern, Gefäße verkalken und es können Schlaganfälle auftreten. Auch ein Leber- oder Nierenversagen kann auftreten. Wenn der Sportler diese Mittel über einen längeren Zeitraum einnimmt, kommt es infolge fast immer zu diesen Nebenwirkungen. Langzeitkonsumenten sind beinahe nie frei von derartigen Symptomen.

Hierbei sind ärztliche Kontrollen zwingend erforderlich, um Schäden festzustellen. Ein Herzinfarkt kann aus heiterem Himmel auftreten und dies führt dazu, dass Langzeitkonsumenten die Gefahr nicht immer sehen. Denn dieser kann plötzlich auftreten, wie auch ein Schlaganfall. An der Uni München wurde eine Doktorarbeit durchgeführt, wobei Verstorbene obduziert wurdne. Die Verstorbenen waren Männer im Alter von 28 Jahren bis zu 45 Jahren. Sie waren im Amateurbereich tätig und nahmen Anabolika. Hier kam Erschreckendes zutage, denn schwere Organschäden wurden aufgezeigt. Ganz besonders die Leber sowie das Herz-Kreislauf-System, waren betroffen. Auch negative Veränderungen der Geschlechtsorgane wurden bei der Studie aufgezeigt.

Doping Tod


Sterblichkeitsrate bei Anabolika-Konsumenten ist vier- bis fünfmal so hoch

Eine Studie aus Finnland absolvierte eine Untersuchung an 62 Bodybuildern. Die Sportler gehörten in den Jahren 1977 bis zum Jahr 1982 zu den fünf Besten im Land. Deren Klassen lagen zwischen 82,5 Kilo bis zu 125 Kilo. Es bestand der Verdacht, dass alle Teilnehmer zu Anabolika griffen. In zwölf Jahren bestand bei den Untersuchten eine Sterblichkeitsrate, die vier- bis fünfmal höher war als die der Normalbevölkerung, die im selben Alter waren. Seit diesem Studienbegann verstarb ein Prozentanteil von 12,9 der Sportler in einem Zeitraum von 12 Jahren.

Der Anteil der Normalbevölkerung lag hier bei 3,1 %. Es gab bereits 1996 eine Studie von 46 Verstorbenen, die Dopingmittel einnahmen. Andreas Münzer, ein Profi, verstarb am 14. März 1996 und er war 31 Jahre alt. Die Todesursache war ein multifunktionales Organversagen infole von jahrelangem Missbrauch. Werner Franke ist ein Dopingexperte und kam 1996 zu einer Schätzung von mehr als 600 Toten. Viele Verstorbene wurden jedoch nicht genau untersucht, um hier als Dopingopfer zu gelten.

Dopingkontrollen

In Deutschland gibt es Kontrollen, welche vom Internationalen Olympischen Komitee, dem Deutschen Sportbund sowie dem IFBB, der Internationalen Federation of Bodybuilding & Fitness, absolviert werden. Desweiteren gibt es die German Natural Bodybuilding Federation, die auch Kontrollen durchführt. Diese werden auch zwischen Wettkämpfen absolviert. Die Kontrollen sind hier so verschärft, dass auch Lügendetektoren zum Einsatz kommen. Die Wirksamkeit dieser Kontrollen gilt aber als umstritten.

Der Amateurbereich - Einstellung

Der Dopingmissbrauch wird bei Sportlern oft als Kur bezeichnet oder man spricht von "kuren". Es gibt Foren im Internet, die Tipps, die Dosierung betreffend, geben. Hier findet man auch Artikel, die von der Bekämpfung der Nebenwirkungen reden. Dies sind allerdings auch wieder Medikamente. Auch gibt es Berichte, wie man sich Injektionen richtig verabreicht. Der Tod Andreas Münzers war sehr spektakulär. Deneben gibt es auch viele Artikel, die Nebenwirkungen beschreiben. Darin wird auch über Todesfälle oder Organschäden berichtet. All das zeigte jedoch bis dato kein Umdenken. Im Internet erzählen Konsumenten von ihrer psychischen Abhängigkeit und das Suchtverhalten. Luitpold Kistler bezeichnet Anabolkia auch als Einstieg ins Drogenmilieu. Bodybuilder konsumieren zeitgleich auch oft Amphetamine, Antidepressiva sowie harte Drogen.

Doping und Jugendliche

Dopingmissbrauch bei Teenagern ist sehr bedenklich zu betrachten. Jugendliche sind noch nicht ausgewachsen und ein Dopingmissbrauch kann die Epiphysenfugen der Knochen verschließen. Auch Hardcore Bodybuilder, die Doping betreiben, raten Jugendlichen vehement von der Einnahme bis zum 21. Lebensjahr ab. Die Missbrauchsrate hat in letzter Zeit unter Jugendlichen rasant zugenommen. Luitpold Kistler ist Arzt sowie Dopingforscher und er erwartet hier einen weiteren Zuwachs.

Zitat von ihm: "Die Medien verherrlichen ein Schönheitsideal, was unter Jugendlichen Druck erzeugt. Ohne zusätzliche Mittel glauben sie, dem nicht gerecht zu werden. In der Pubertät sind Jugendliche sehr zu beeinflussen. Die Medien spielen hier eine entscheidende Rolle mit ihren Models, die zumeist in Magazinen retouchiert sind. Die Verdrängung der Gefahren spielt eine große Rolle. "

Das einseitige Training birgt Gefahr

Wenn vereinzelte Muskelgruppen sehr trainiert werden, kann dies in Jahren zu Schäden der Haltung führen. Sportler haben oft Schultern, die sich nach vorne drehen. Dies kommt davon, da die Brust- sowie Rückenmuskulatur sehr trainiert wird. Diese Haltungsschäden sind jedoch bei exaktem Training zu vermeiden. Die Trainingseinheiten müssen daher optimal zusammengestellt werden.

Der Kreislauf

Bodybuilder leiden häufig an erhöhtem Blutdruck. Im Bodybuilding-Sport trainiert man meist nur die Muskeln. Somit wird das Ausdauertraining grob vernachlässigt. Das Ziel ist es, Muskelmasse aufzubauen und die Körpermasse steht dann nicht in Beziehung zum Herz-Kreislauf-System. Das Herz wird somit auch nicht trainiert und damit ist die Pumpleistung enorm. Es hypertrophiert, dass die Körpermasse mit genügend Blut versorgt werden kann. Mit einem Kraftausdauertraining wird dies weitgehend vermieden.

Als Ausdauertraining haben sich Schwimmen, Joggen sowie Radfahren als optimal herauskristallisiert. Ein Abbau von Kraft sowie Muskelmasse wird vermieden, wenn bis zu dreimal im Jahr Ausdauertraining betrieben wird. Dieses sollte jedoch circa einen Monat dauern. Dabei kommt es auch zur Kräftigung des Herzens. Dabei soll der Sportler mindestens einmal in der Woche ein 30-minütiges Ausdauertraining betreiben. Ein Kraftausdauertraining wird aus Multigelenksgrundübungen zusammengesetzt. Es sollen zwei Trainingseinheiten in der Woche stattfinden. Dabei kommen drei bis fünf Einheiten zum Einsatz. Dies kann zum Beispiel Bankdrücken sein oder auch Kniebeugen sowie Klimmzüge. Auch Kreuzheben und eine Bauchübung gehören dazu. Danach folgen zwei Sätze mit bis zu 30 Wiederholungen. Die Pausen sollten hier nichtmal eine Minute dauern. Ein Krafttraining belastet das Herz in der Regel, wobei hier vor allem eine Forderung der linken Herzkammer erfolgt. Ausdauertraining kann hier einen guten Ausgleich schaffen.

Ausdauer Training

Ausdauertraining

Laufen


Verbotene Hilfsmittel

Synthol gilt hier als ein verbotenes Mittel. Manche Bodybuilder verwenden es und spritzen die Substanz in den Muskel. Es handelt sich hier um ein Öl. Im Muskel erfolgt eine Einkapselung und es kommt augenscheinlich zum Wachsen des Muskels. Derart veränderte Muskelpartien weisen aber eine Glätte auf, die nicht natürlich wirkt. Auch die Definition ist nicht sauber und wenn der Sportler aus Versehen ein größeres Blutgefäß trifft, hat das gravierende Schäden für die Gesundheit. Bei Wettkämpfen ist die Injektion von Synthol strengstens untersagt, wie auch Silikonimplantate. Wenn ein Sportler hierbei erwischt wird, kommt es unweigerlich zum Ausschluss. Bei Frauen sind aber Implantate in Brüsten relativ verbreitet und geduldet.

Dysmorphophobie: ein krankhaftes Selbstbild

Der Arzt Kistler wies darauf hin, dass gerade Profi-Bodybuilder oft in einem Wahn leben. Beim Profi-Bodybuilding wird man nicht reich, die Sportler sind aber in der Lage, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Es gibt aber eine hohe Zahl im Profi-Bodybuilding-Sport, die an der Armutsgrenze dahinleben. In vielen Fällen verschachern die Profis hierbei auch ihr Eigentum, um den Sport weiter betreiben zu können. Die Dopingmittel und Medikamente sind sehr teuer und können bis zu 5000 Euro monatlich ausmachen, was eine gewaltige Summe ist. In der Medizin spricht man hier von Dysmorphophobie. Das Verhalten ist krankhaft und das Körperbild dieser Sportler ist gestört.

Zitat: "Das Selbstbild dieser Personen ist gestört. Wenn ein Bodybuilder 140 Kilo hat und dann zehn Kilo abnimmt, kann es vorkommen, dass diese Menschen das Haus nicht mehr verlassen. Diese Leute denken, sie wären zu dünn und dies ist eine krankhafte Störung. "

Der Sport als Lebensstil - Bodybuildingkultur

In den 1980er sowie den 1990er Jahren kam es zu einem regelrechten Boom in der Fitnessszene. Der Sport breitete sich in vielen Milieus aus und die Bodybuilderszene hat auch einen speziellen Status. Die Bodybuilderkultur ist gewissermassen eigenständig. Im Fitnessbereich gibt es Bereiche, wo Gesundheit, Fun, Körperertüchtigung sowie das "Fit-Fühlen" im Fokus liegen. Im Bodybuilding steht jedoch der Körperkult im Hauptbereich. Das ästhetische Selbstbewusstsein ist sehr hoch und auch das Posing hat einen eigenen Stellenwert. Beim Posing wird der Körper zur Schau gestellt und ein Imponier-Gehabe tritt in den Vordergrund.

Körperkult im Bodybuilding

Der Körperkult kann einem Fetisch gleichen und bei zahlreichen Sportlern ist Bodybuilding sehr zeitintensiv. Es wird von Bodybuildern dieser Lebensstil oft übertrieben und dann spricht man vom Bodystyling. Der eigene Körper wird dabei gestaltet und die Ästhetik wird hoch geschrieben. Solarien sowie Kosmetika sollen den Körper dabei optimal ins rechte Licht rücken. Es ist auch häufig der Fall, dass Sportler sich Tätowierungen und Piercings aneignen. Bei Frauen wird dabei vom Bodyshaping gesprochen. Die Kultur bei Hofe in der Rokokozeit sowie die französische Revolution ließen die Frauen sich sehr um Schönheitsideale kümmern. Männer interessierten sich in der Zeit hingegen für Wirtschaft sowie für Technik. Im Westen war der Körperkult für Männer eher verpönt. Bei Männern im Bodybuilding-Sport wird dieser jedoch stark gelebt. Auf die Erscheinung wurde durch Bodybuilding auch bei Männern nun mehr geachtet. Dieser Bodybuilder-Körperkult tritt aber in heutiger Zeit mehr in den Hintergrund. In Europa gilt der Bodybuilderkult heute als starkes Männlichkeitssymbol. Dem Begriff des "starken Mannes" wird heute mehr Augenmerk geschenkt.

Die Körperkunst

Es gibt im Bodybuilding-Bereich viel Literatur, die über das Schaffen am Körper schreiben und so sehen dies die Sportler auch selbst. Ed Corney war ein IFBB-Profi und er meinte, dass er sich selbst als ein Stück Kunst sieht. Corney brauchte 20 Jahre, um seinen Körper in die Form zu bringen, die er danach hatte. 1946 wurde der IFBB gegründet und der Verband steht für formalästhetische Kriterien. Charles Gaines ist der Autor des Buches und des Films "Pumping Iron". Dieser beschrieb 1974 Bodybuilding als eher ästhetisch als athletisch. Auch sprach Gaines von einem athletischem Training und einem künsterlischen Wettbewerb. Jörg Scheller ist ein Kunstwissenschaftler und dieser spricht von einer formalistischen Kunst- sowie Kunsttheorie im Bereich einer Popkultur. Dabei wird der Körper als Medium und Botschaft gesehen. Scheller differenziert daher auch Bodybuilding und Sport. Er redet von einer Ästhetik, die puristisch, extrem sowie erhaben ist.

Auch zieht er Vergleiche zum Sport: Sport ist ein Vergleich von Qualität und Funktionen eines Körpers bei einem Wettkampf. Bodybuilding ist ein Vergleich von Qualität und Formen eines Körpers.

Das Niedersächsische Institut für Sportgeschichte besitzt eine Sammlung namens "Schäfer". Diese zählt zu den größten Sammlungen in der Geschichte des Bodybuildings, Wrestlings, Catchens sowie des Kraftsports Europas.

Posing sowie Pimping

Beim Posing kommt es zur Schaustellung seiner Muskulatur, das vor einer Jury stattfindet. Das Posing wird von Profis im Bodybuilding geübt. Man kann dies in etwa vergleichen mit dem Proben eines Tänzers. In Wettkämpfen wird das Posing von Musik untermauert. Es wird dabei auch auf eine Einheit von Musik sowie Posing geachtet. Daneben sind die Proportionen bei Wettkämpfen entscheidend bei der Punktevergabe. Das Posing wird vor einem Spiegel geübt, um so Perfektion zu erreichen. In Deutschland, Österreich und in deutschen Landen hat sich in jüngerer Zeit das Pimping etabliert. Es bezeichnet das Styling, das Aufrüsten sowie das Aufmotzen. Pimping wird auch oft als "Pimp my Body" bezeichnet und man kann es mit Bodystyling vergleichen. Hier ist das Ziel, einen attraktiven und spektakulären Körper zu kreieren. Auch auf die Kleidung und die Accessoires wird viel Augenmerk gelegt. Das englische Wort "Pimp" darf nicht mit dem identen englischen Wort für Zuhälter verwechselt werden. Ein Pimp ist im Bodybuilding ein Mann, dem Pimping ein Anliegen ist. Hier gibt es Sportler, die sich davon eindeutig distanzieren. Posing und Pimping ist nicht das ihre und sie legen viel mehr das Augenmerk darauf, sich im eigenen Körper einfach wohl zu fühlen. Dennoch wollen sie den Körper ihrem Ästhetikbild anpassen.

Kleidung im Bodybuilding

Der Fitnessboom begann in den 1980er Jahren und die unterschiedlichen Sportarten kreierten dabei verschiedene Kleidungsstile. Hier sticht die Aerobicmode aus den 1980er Jahren hervor. In den 1990er Jahren wurde eine Bodybuildingmode kreiert. Dabei handelt es sich um eine bequeme Sportlerkleidung. Bodyhosen sowie Muskelshirts mit verschiedenen Schnitten wurden erfunden. Bei den Bodyhosen handelt es sich um Jerseysporthosen, die einen breiten Gummizugbund haben. Der Bund ähnelt den Boxershorts und deren Bund. Die Hose ist im Oberschenkelbereich weit und verengt sich bis zum Beinabschluss. Baumwolljerseyhosen sind im Bodybuilding eigentlich die Norm, Nylon kommt hier seltener zum Einsatz. In den Anfängen der Bodybuildingmode waren die Muster eher üppig. In den darauffolgenden Jahren wurden sie einfärbig. Die Hosen kann man sehr leicht an- sowie ausziehen.



Bei den Muskelshirts gibt es verschiedene Varianten. Achselshirts sind eher enganliegend, wie zum Beispiel die Tank-Tops. Diese haben Träger und hier ist viel Haut zu sehen. Auch sehr weite Shirts gibt es daneben und sie bestehen meist aus Sweatshirtjersey. Die Form der Shirts sah so aus, als fehlte ihnen der Ärmel. Die Längen dieser Shirts war verschieden und mitunter auch bauchfrei. Sleeveshirts reichten bis über den Po und hatten Ärmel. Ein anderes Muscleshirt wurde aus der Technoszene entlehnt. Dabei handelte es sich um ein Kurzarm-T-Shirt, das enganliegend war. Es bestand aus sehr dünnem Nylon und so konnten die Strukturen der Muskulatur sehr gut abgezeichnet werden.

1995 bekam dieser Kleidungsstil einen Hype in der Bodybuilding-Szene. Die Kleidung wurde nun auch abseits der Fitnessstudios getragen. Bekannte Marken sind zum Beispiel "Uncle Sam", "Gorilla" oder "Platinum" und sind mittlerweile Kult. Bei "Uncle Sam" gab es dann sehr teure Lederblousons, die gut ankamen. Die Jacken erlangten Prestigestatus und wurden nicht nur von Bodybuildern getragen. Beim Pimping sowie dem Posing kamen dann auch andere Hosen der Marken Diesel Jeans, Phoenix oder "Il Padrino Moda"-Hosen hinzu. Ab dem Jahr 2000 sind Cargohosen von "Jet Lag" populär. In heutiger Zeit werden gerne Kleidungsstücke der Hip-Hop-Modeszene getragen. Die Marke "Pelle Pelle" ist hier populär. Hersteller der Marken "Hot Bodz" sowie "Rouven Permesang" erzeugen Hemden. Die Bodyhosen werden als Streetwear heute kaum noch getragen. Bei Jugendlichen in der Bodybuilding-Szene sind auch Spruch-T-Shirts sehr beliebt. "Shut up and squat" wäre hier zum Beispiel ein Modell. Dies heißt soviel wie: "Halt den Mund und trainiere Kniebeugen". Auch Shirts mit parodierendem Hintergrund werden von Jugendlichen gerne getragen.

Einige Filme

Bob Rafelson war für die Regie im Film Stay Hungry zuständig, der in Amerika im Jahr 1976 erschien. Im Film Pumping Iron übernahm die Regie George Butler und der Film erschien in Amerika 1977. Der Film "No Pain, No Gain" erschien im Jahr 2005 in Amerika. Samuel Turcotte übernahm hier die Regie.



Das Krafttraining

Das Krafttraining ist ein Körpertraining, wobei man den eigenen Körper verändern will. Die Kraft sowie die Muskelmasse sollen dabei gesteigert werden. Krafttraining ist für Bodybuilder sehr wichtig, um den Körper formen zu können.

Theoretische Basics im Krafttraining

Der Körper des Menschen kann eine Adaption bei Belastung erreichen. Hier gibt es Unterscheidungen zwischen einer kurzzeitigen Belastung sowie einer chronischen Belastung. Die chronische Belastung ist dauerhaft und das Erscheinungsbild des Körpers ändert sich. Dies kann man auch der Morphologie zuschreiben. Bei der kurzfristigen Belastung passen sich die Funktionsweisen der Systeme an und eine Veränderung findet auch statt. Das Hauptziel beim Krafttraining ist die Belastung des Körpers, um hier Veränderungen des Bewegungsapparates zu erreichen. Die Veränderungen sind morphologischer Natur und auch das Kreislauf- sowie Zentralnervensystem soll sich verändern. Knochen, Muskeln sowie Sehnen sind im Kraftraining einer Veränderung unterworfen und die Kraft soll auch gesteigert werden.

Voraussetzungen, damit ein Krafttraining Wirkung zeigt

Die Veränderungen des Körpers hängen von der Genetik ab, wenn man Kraftsport betreibt. Zur Trainingszeit sowie auch danach muss genügend Wasser, Proteine sowie Eisen im Körper vorhanden sein. Für die Stoffwechselregulation braucht der Körper Mineralstoffe und Vitamine. Der Trainingsreiz muss so groß sein, damit eine Belastung gefordert werden kann.

Körperliche Systeme und deren Anpassung ans Training

Hier gibt es folgende Punkte zu beachten, damit sich der Körper anpassen kann: Die Koordination wird durch das Zentralnervensystem ausgereizt. Hier spielt die intermuskuläre Koordination wie auch die intramuskuläre Koordination eine Rolle. So wird das Herz-Kreislauf-System angepasst und die Muskeln werden dabei gut mit Blut sowie mit Nährstoffen versorgt. Auf diese Weise findet eine Veränderung des Stoffwechsels statt. Die Kapazitäten schalten sozusagen auf den Reservemodus, damit die Muskeln gut versorgt werden können. Es kommt zu einer Erhöhung von Mitochondrien. Die Zahl obliegt der Belastungsgestaltung im Krafttraining. Die Mitochondrien sind zuständig für eine aerobe Energiebereitstelltung. Das ist eine Art Verbrennung, die mit Sauerstoff arbeitet. Dabei verwandeln sich Muskelfasertypen um, was bei einer längeren Beanspruchung stattfindet. Beanspruchungen können zum Beispiel die Ausdauer, die Kraftausdauer oder die Schnellkraft sein. Das Zeil des Muskeltrainings ist es, die Kraft zu erhöhen. Auch der Muskelquerschnitt soll vergrößert werden.

Herz-Kreislauf-System


Diese Anpassungen finden im Grunde der Reihe nach statt. An und für sich kommt es dabei aber zu einem Ineinanderfließen. Knochen sowie Sehnen sind Teile vom Bewegungsapparat, welche die Anpassung an die Belastung nur langsam vornhemen. Dabei kann es zu Gelenkschädigungen kommen, wenn hier Über- oder auch Unterbeansprachungen stattfinden. Bei langfristigen Trainingseinheiten kommt es aber zu sehr guten Anpassungsreaktionen. Dies äußert sich dadurch, dass sich ein hyaliner Knorpel verbreitert. Ein hyaliner Knorpel überzieht die Gleitflächen des Gelenks. Im Training ist darauf zu achten, dass der Körper sehr gut belastet wird. Dies sollte auch bei allen Körperbelastungen der Fall. Die optimale Belastung soll verhindern, dass hier Verletzungen entstehen. So können auch chroische Schädigungen, wie zum Beispiel eine Arthrose, verhindert werden.

Superkompensation - Progression

Wenn man die körperlichen Symptome belastet, spricht man von einem Trainingsreiz. Der Körper zeigt dann eine Reaktion auf den Reiz. Wenn das Training vorbei ist, dann findet eine Reparatur der beschädigten Muskel- sowie Bindegewebsstrukturen statt. Dabei werden auch die Energiespeicher aufgefüllt. Der Körper reagiert hierbei auch mit einer Überkompensation, um beim nächsten Training besser haushalten zu können. Der Abbaugrad wird mit einem Aufbau überkompensiert, was dann Superkompensation heißt. Es kommt im Zuge dann zu einer Leistungssteigerung und dies bleibt ein paar Tage aufrecht erhalten. Wenn der Sportler jetzt einen neuen Trainingsreiz setzt, dann kommt es infolge zu einer Degeneration sowie einer Regeneration.

Danach erfolgt wieder eine Superkomensation und bei Wiederholungen kommt es zu einer progressiven Kraftsteigerung. Dabei kommt es, was die Leistungssteigerung angeht, zu Grenzen, die von Sportler zu Sportler variieren. Wenn der Trainingsstatus gesteigert wird, müssen mehr Trainingsreize gesetzt werden. Dies muss der Sportler machen, um einen Leistungsgewinn zu erreichen. Viele Bodybuilder greifen im Zuge der Adaptionskapazität zu Anabolika im Bereich der Dopingmittel. Diese Mittel beschleunigen den Fortschritt der Muskelumfangmasse. Überlastung, Hyperkomensation sowie die Kompensation werden hier erhöht. Die Medien warnen bei Dopingmissbrauch jedoch immer wieder vor den verheerenden Nebenwirkungen. Es kann zu Herzmuskelschädigungen, Gynäkomastie und sogar Krebs führen. Auch kommt es immer wieder zu Todesfällen, wo viele junge Sportler betroffen sind.

Der Fettabbau beim Bodybuilding

Den Fettabbau kann man beim Bodybuilding-Training nicht beeinflussen. Hier spielt die Genetik eine wesentliche Rolle, was den Fettabbau angeht. Es ist ein Mythos, wenn gesagt wird, dass es zu einem Fettstoffwechsel erst circa 20 bis 40 Minuten nach dem Trainingsbeginn kommt. Es ist vielmehr wahr, dass das Fett immerzu verstoffwechselt wird und dies im Körper vonstatten geht. Dieser läuft allerdings langsam ab und daher greift der Körper auf weitere Energiequellen zurück. Dies ist notwendig, damit der Körper gute Leistungen vollbringen kann. Der Mythos hält sich darum, weil fälschlich angenommen wird, dass erst nach dem Aufbrauch anderer Energiequellen mit dem Fettabbau begonnen wird.

Praxisübungen

Bei den Übungen werden in gewissen Muskelgruppen Trainingsreize gesetzt. Dabei gibt es Grundübungen sowie Isolationsübungen.

Basics

Bei den Grundübungen werden große Teile im Körper beansprucht. Dabei bewegt der Sportler einige Gelenke. Hier kann die Kniebeuge als klassiches Beispiel genannt werden. Ein Training für den Körper kann hier leicht zusammengestellt werden.

Zum Beispiel: Das Kreuzheben dient dem Unterkörper, die Kniebeuge dient dem Unterkörper, die Klimmzüge gelten dem Oberkörper: ziehend und vertikal, das Schulterdrücken ist für den Oberkörper gedacht, das vorgebeugte Rudern ist für den Oberkörper: ziehend und horizontal und das Bankdrücken für den Oberkörper. Bei dieser Beispielübung wird der gesamte Körper beansprucht.

Die Isolationsübungen

Bei Isolationsübungen werden nur einzelne Muskelgruppen beansprucht oder auch ein einzelner Muskel. Dabei kommt es nur in einem Gelenk zu einer Bewegung.

Die Arme

Bei den Armübungen gibt es das Armbeugen oder das Armstrecken. Man nimmt hierfür die Kurzhantel, Kabelzug oder auch eine Langhantel. Der Bizeps sowie der Trizeps sind dabei die Zielmuskeln.

Die Schultern

Bei den Schulterübungen kommt das Frontheben oder das Seitheben zum Tragen. Dabei kommen Kurzhanteln, Seilzüge und Langhanteln zum Einsatz. Die Bewegungsart ist hier das Ziehen.

Die Trainingsprinzipien

Hier unterscheidet man: bei der Trainingsart legt man fest, mit welchem Ziel soll das Training stattfinden. Die Trainingsintensität: wie intensiv soll trainiert werden. Dabei beachtet man, wie groß die Gewichte sind und auch wie lange traintert werden soll. Und die Trainingshäufigkeit: hier sind die Abstände relevant.

Die Trainingsart

Man kann hier zwischen Isolationsübungen und Grundübungen unterscheiden. Bei Grundübungen wird der Stoffwechsel sowie der Kreislauf ausreichend beansprucht und eine Überkompensation findet statt. Bei Isolationsübungen kann oft beobachtet werden, dass Sportler beim Üben die Belastung nur gering halten können. Eine stoffwechseltechnische Basis fehlt nämlich. Daher stellen Bodybuilder dann oft auf die Ganzkörperbeanspruchung um.

Die Grundübungen

Um die Stärke zu trainieren, soll Grundübungen wählen. Isolationsübungen dienen eher der Ergänzung und beugt auch Verletzungen vor. Das Gewicht sollte so gewählt werden, dass hier leicht ein bis sechs Übungswiederholungen getätigt werden können. Es soll kein Muskelversagen stattfinden können, sondern der Sportler macht hierbei einige Sätze mit Pausen. Der Maximalsatz pro Trainingseinheit liegt bei sieben oder bis zu 15 Wiederholungen. Das Gewicht sollte bei 50 % liegen, womit das Gewicht vom Sportler 1 - 2 mal trainiert werden kann.

Die Isolationsübungen

Im Bodybuilding werden hauptsächlich Isolationsübungen getätigt. Beim Bodybuilding spielt die Kraft eher eine untergeordnete Rolle. Mit Isolationsübungen kann man die Muskelmasse sehr schön aufbauen. Die Wiederholungen sollten bis zu 15 Mal durchgeführt werden. Anfängern sind Isolationsübungen im Krafttraining jedoch nicht zu empfehlen. Die Beanspruchung einzelner Muskeln ist hier sehr groß. Vor den Isolationsübungen sollte man als Anfänger mit Grundübungen beginnen. Dabei wird die Leistungsfähigkeit des Kreislaufs sowie des Stoffwechsels gesteigert.

Die Trainingsintensität

Überbelastungen sollten vermieden werden und der Körper soll sich mit dem Stoffwechsel anpassen können. Eine Regenerationsphase ist erforderlich, um seine Reserven nicht gänzlich aufzubrauchen. Ein Übertraining soll daher verhindert werden, damit die eigene Leistungsfähigkeit nicht vermindert wird.

Die Trainingshäufigkeit

Diese ist abhängig von der Regenerationsphase und der Superkompensation. In der Regel nimmt man einen Tag Pause zwischen den Trainingszeiten an. Die Ruhephase ist dann auch von der Traininsintensität abhängig und inwieweit das Zentralnervensystem belastet wird. Man legt eine viertägige Pause ein, wenn eine komplette Erschöpfung eines Muskels stattfand. Aber auch ein Tag Pause kann genügen und hier ist dies individuell verschieden. Anfänger sollten sich einen Ganzkörperplan zulegen und zweimal in der Woche ein Training einplanen. Bei fortgeschrittenen Bodybuildern kann das Training auch an fünf Tagen erfolgen. Dann kann ein Split-Training absolviert werden. Beim Split-Training kommt es zu Übungen, wo einzelne Muskelpartien trainiert werden. Fortgeschrittene können auch ein High Intensity Training absolvieren. Es wird ein- oder zweimal pro Woche trainiert, aber die Intensität wird sehr gesteigert.

Wos, das waren eine ganze Menge Infos über unseren Traumsport. Aber Ihr habt sicherlich bemerkt, dass es auch negative Seiten am Bodybuilding geben kann. Bleibt also sauber und übertreibt es nicht! Dann ist es ein wundervoller Sport, der viel Freude bereitet!

Viele Grüße. Dein Supplement Shop.

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